Das Institut

Entstehung des SILEA

 

Nachdem Herr Pfarrer Tscholl die Ausbildung in Logotherapie am „Süddeutschen Institut für Logotherapie und Existenzanalyse“, geleitet von Frau Dr. Elisabeth Lukas, abgeschlossen hatte, „gründete er Silea, das Südtiroler Institut für Logotherapie und Existenzanalyse nach Prof. Viktor E. Frankl.“

SILEA ist die Abkürzung von: Südtiroler Institut für Logotherapie und Existenzanalyse, – ISLAE für die italienische Benennung: Istituto Sudtirolese di Logoterapia e Analisi Esistenziale.

Auf die Frage, wie er zur Gründung von SILEA gekommen ist, antwortet der Seelsorger: „Nachdem ich nun meine Vorbereitung abgeschlossen hatte, fing ich an Vorträge und kleine Kurse zu halten, und nach und nach kam ich auf die Idee dieses Institut zu errichten, das sofort großes Interesse gefunden hat.“  Diese ersten Initiativen fanden in den Räumen des Pfarramts von Runggaditsch statt. Bald schon lud Herr Pfarrer Tscholl zu den Vorträgen nationale Logotherapie-Experten ein, und – über die Grenzen hinweg – auch aus dem deutschen Sprachraum. Die positive Reaktion auf diese Angebote und die feste Überzeugung der möglichen wertvollen Wirkung des Frankl’schen Gedankens auf die örtliche Bevölkerung, brachte ihn zum Entschluss, zusammen mit Herrn Pepi Wierer, der auch die logotherapeutische Ausbildung gemacht hatte, ein mutiges Projekt an zu gehen, nämlich dem Institut für Logotherapie in Südtirol Leben zu geben. Am 9. August 1996, mit Unterstützung von Frau Dr. E. Lukas und dem fördernden Einverständnis von Prof. Dr. Viktor E. Frankl, wurde SILEA „geboren“.

Das Institut hat laut Gesetz Art. 36 u. ff. des Zivilkodex, die juristische Form eines nicht anerkannten Vereins oder Körperschaft, der – „obwohl versehen mit allen Elementen von juridischen Personen (Personen, Vermögen, Zweck) – nicht um staatliche Anerkennung angesucht hat und konsequenterweise nach spezifischen Normen geregelt ist.“
Das SILEA ist eingetragen im Verzeichnis für ehrenamtlich tätige Organisationen, Dekret Nr. 277 / 1.1 vom 12. 12. 2006 und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke ohne Gewinnabsichten.
Seit seiner Gründung am 9. August 1996 steht dem Institut  Herr Pfarrer Johann Tscholl vor, ihm zur Seite steht Herr Pepi Wierer als Geschäftsführer.

Das Hauptziel von SILEA lässt sich zusammen gefasst so ausdrücken:
Verbreitung von Wissen und Anwendung des Beitrags, den der Neuropsychiater Prof. Viktor E. Frankl im Bereich der Psychologischen Forschung und der psychotherapeutischen Intervention dargeboten hat.
Die Realisierung dieser Ziele erfolgt mittels:

  • Durchführung von speziellen Kursen um die postgraduierte Spezialisierung und Weiterbildung in Logotherapie und Existenzanalyse zu erwerben;
  • Die Förderung von Seminaren und Vorträgen, die anschaulich das Gedankengut von Frankl aufzeigen;
  • Die Bildung von Dereflexions Gruppen,
  • und von Selbsthilfe Gruppen für Menschen, die Angehörige verloren haben.

Als Kennzeichen oder Logo wählte das Institut den Löwenzahn (radix tarataci cum herba). Die Wahl fiel auf dieses Symbol aus bestimmten Gründen: vor allem, weil diese Pflanze ihre Blüte immer zur Sonne hin richtet. Dies spiegelt sich in den Lehren Prof. Viktor E. Frankls wider, denen das Institut sich widmet, indem es auch dem Positiven, Gesunden, Guten zugewandt ist. Diese Pflanze wirkt in ihrer Einfachheit unscheinbar bzw. von zweitrangiger Bedeutung, aber kaum erkundigt man sich etwas über sie, erkennt man, dass diese Blume wertvolle heilsame Eigenschaften hat (Vitamine, Kohlehydrate, Öle), von denen die Pranotherapie und die Pharmazie eine kostbare Verwendung finden.
Der Löwenzahn teilt im übertragenen Sinn das Los von SILEA, das auch noch mehr an die Öffentlichkeit gelangen könnte, im Stillen aber bereits viel bewegt hat. Außerdem breitet der Löwenzahn sich weit aus, mit der Besonderheit, sich auch in kargen Böden verwurzeln zu können. Diese letzte Eigenschaft symbolisiert die vom Institut bestimmte Zielsetzung, nämlich die wertvolle logotherapeutische Botschaft theoretisch und praktisch in die verschiedenen Lebensbereiche hineinzubringen.

Seit 1. September 2000 befindet sich das Institut SILEA in Bozen, Lauben Nr. 9. Man hat sich für Bozen als Sitz entschieden, weil es die Provinz Hauptstadt ist und somit in der Nähe aller wichtigen öffentlichen Einrichtungen und anderer wichtiger Institutionen; aber auch wegen seiner zentralen geographischen Lage – so für viele leichter erreichbar, da ein großer Teil des öffentlichen Verkehrs in dieser Stadt zusammenströmt.

Aus der Diplomarbeit von Dr. Andrea Tardivo, St. Ulrich